Diese Frage wurde in der Gewerbereferententagung 2018 angesprochen und vom Wirtschaftsministerium dahingehend beantwortet, dass Supervision als Form von Beratung definiert wird, „die darauf abzielt, das berufliche Handeln von Menschen in Organisationen bzw. Unternehmen zu prüfen und zu verbessern. Dabei kann es um die Bearbeitung von Fällen aus der beruflichen Praxis, um Rollen- und Funktionsklärungen von Einzelnen, von Teams und von Führungskräften sowie um Konflikte innerhalb von Organisationen, Unternehmen bzw. Organisationseinheiten gehen“ (https://www.bmdw.gv.at/Nationale%20Marktstrategien/Gewerbe/Documents/GRT_2018_Protokoll_barrierefrei.pdf).

Für Supervision, so das Wirtschaftsministerium, gilt wie für alle anderen gewerbsmäßig ausgeübten und nicht gesetzlich verbotenen Tätigkeiten die Gewerbeordnung (es sei denn, sie wird nicht im Rahmen eines von der Gewerbeordnung ausgenommen Berufs ausgeübt, wie beispielsweise Psychotherapie).

Gewerbliche Supervisionstätigkeiten dürfen damit ausschließlich im Rahmen der Unternehmensberatung als auch im Rahmen der Lebens- und Sozialberatung ausgeübt werden, wobei sich die Abgrenzungskriterien aus der jeweiligen Grundausrichtung der Beratung ergeben:

  • Die Grundausrichtung der Unternehmensberatung liegt in der ganzheitlichen Betrachtung eines Unternehmens. Die Tätigkeit ist fokussiert auf Beratung und Hilfestellung bei der Führung und Entwicklung eines Unternehmens im wirtschaftlichen, kommunikativen, technischen und administrativen Bereich.
  • Geht es hingegen um die Entwicklung der Persönlichkeit, die Unterstützung von Menschen bei Berufsproblemen, den Umgang mit Belastungen und deren psychosozialen Auswirkungen, ist die Supervision Teil der Lebens- und Sozialberatung.

„Unsere interne Kommunikation ist grundsätzlich wertschätzend und nicht abwertend anderen Berufen gegenüber, ich versichere Ihnen, dass ich künftig ein noch wacheres Auge darauf haben werde“, so schreibt Constance Schlegl, MPH, Präsidentin von Physio Austria und nimmt damit in einem persönlichen Mail Stellung zu einer problematischen Äußerung einer Physiotherapeutin in der Kleinen Zeitung Steiermark.

Dort wurde am 25. April unter „Weizerin wurde ‚Physio des Monats‘“, die von Physio Austria prämierte „Chefin über drei Physiotherapie-Institute“ mit nachfolgender Aussage zitiert (https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/5411667/Auszeichnung_Weizerin-wurde-Physio-des-Monats): „Masseure gibt es bei mir, wie oft in anderen Instituten, nicht. Manche sagen zu mir: ,Mit nur Therapeuten kannst ja kein Geld verdienen!‘ – Masseure sind nämlich deutlich billiger. Aber bevor ich bei der Qualität spare, sperre ich lieber zu“.

Auf diese, von manchen MasseurInnen als berufsschädigend wahrgenommene Äußerung angesprochen, schreibt Frau Schlegl, dass sie grundsätzlich keine Kluft zwischen PhysiotherapeutInnen und MasseurInnen sieht und dass ihr gute und wertschätzende multiprofessionelle Arbeit ein grundsätzliches Anliegen ist. HeilmasseurInnen, so Schlegl weiter, leisten wie PhysiotherapeutInnen qualitätsvolle Arbeit, allerdings im Rahmen ihres spezifischen Berufsbilds.  Für Äußerungen einzelner TherapeutInnen könne sie allerdings keine Verantwortung übernehmen, werde aber, wie schon oben zitiert, künftig noch größeres Augenmerk auf eine wertschätzende Kommunikation legen.

Autor: Eduard Tripp (Ihre Innung aktuell 3/2018)

Seit der Registrierkassenpflicht verwenden viele Gewerbetreibende einen Drucker mit Thermopapier. Damit allerdings ist in der Regel ein Risiko verbunden, denn viele Thermopapiere enthalten den Stoff Bisphenol A (BPA). Dieser findet sich auf der zu bedruckenden Seite des Papiers, das mit einer temperaturempfindlichen Schicht überzogen ist, die unter Einwirkung von Wärme einen Farbstoff ausbildet.

BPA ist nicht fest gebunden und kann deshalb leicht aus dem Papier herausgelöst und (bei Körperkontakt) über die Haut aufgenommen werden. Bishenol A hat eine östrogen-ähnliche Wirkung und kann damit den Hormonhaushalt eines Menschen massiv stören – das insbesondere in empfindlichen Lebensphasen wie in einer Schwangerschaft oder in der Entwicklung eines Kindes. Die potentiellen Auswirkungen reichen von Entwicklungsstörungen bei Kindern, über Verhaltensstörungen, Impotenz, Unfruchtbarkeit und Diabetes bis hin zu Brustkrebs.

Im Juli 2016 hat die EU-Kommission deshalb einem Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zugestimmt, das Vorkommen von Bisphenol A in Thermopapier zukünftig zu beschränken. Die Änderung soll 2020 in Kraft treten und besagt, dass die Konzentration von BPA in Thermorollen nicht mehr als 0,02 Prozent betragen darf – was einem Verbot gleichkommt. Und BPA darf ab 2020 nicht mehr zusätzlich bei der Papierherstellung hinzugefügt werden (der erlaubte Restgehalt generiert sich aus Rückständen aus Recyclingpapier). In Österreich wurde der Antrag auf Verbot von Bisphenol A in Thermopapier bislang vertagt (https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/A/A_01806/index.shtml).

Seit einiger Zeit gibt es mittlerweile auch BPA-freie Thermorollen, die die/den Gewerbetreibende/n ebenso wie ihre/seine Kunden schützen. 

Natural Medicines (https://naturalmedicines.therapeuticresearch.com) ist eine Website, die sich Wissenschaftlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben hat. Viele Aspekte der Medizin, insbesondere im Bereich der Naturheilkunde, so führen die Betreiber der Seite aus, sind von Überlieferungen und Glaubenssätzen geprägt. Manche dieser Methoden werden auf Basis traditioneller oder folkloristischer Überzeugungen ausgeübt, andere hingegen sind Gegenstand übermäßiger Marketingansprüche oder „überzogener Extrapolationen aus Reagenzgläsern oder Tierstudien“.
  
Das Ziel von Natural Medicines ist es einen objektiven Blick auf diese Methoden zu werfen und abgesicherte wissenschaftliche Forschung zu ihrer Bewertung heranzuziehen. Aktuell erfasst die Natural Medicines-Datenbank über 200 Monographien zu Gesundheit und Wellness. Dabei wird vor allem ausgeführt, wofür diese Methode (traditionell) verwendet wird, ob sie sicher ist und welche Nebenwirkungen zu erwarten sind.
  

Eine Studie aus Kanada von Patricia Janssen (2012) deutet darauf hin, dass professionelle Massagebehandlungen während der Eröffnungs- und Übergangsphase der Geburt mit geringeren Schmerzen, einer schnelleren Geburt und weniger Komplikationen verbunden sein dürfte. Eine Zusammenfassung der Studie ist unter http://www.gruene-masseurinnen.at/index.php/info-pool/studien/406-patricia-janssen-et-al-massage-therapy-and-labor-Outcomes nachzulesen.