SonnenhandIn der Massagepraxis Sonnenhand (1060 Wien, Linke Wienzeile 100, Erdgeschoß) sind 3 Räume halb- oder ganztags zu mieten:

  • Raum 1: 14m², das Fenster geht zu einem Lichthof hinaus, es stehen eine klappbare Liege und eine Shiatsu Matte zur Verfügung. Die Türe zum Wartebereich ist schalldicht. Der Raum ist für alle Arten der Körpertherapie, aber auch Psychotherapie bestens geeignet. Es besteht noch Möglichkeit der Mitgestaltung.
  • Raum 2: 23m², das Fenster geht zur linken Wienzeile hinaus, der Raum ist trotzdem angenehm ruhig. Er ist voll eingerichtet mit elektrisch höhenverstellbarer Liege, Yogamatten, Wandspiegel...alles im Raum ist auf Rollen, so dass gut Platz geschaffen werden kann für die Arbeit am Boden.
  • Raum 3: 14m², das Fenster geht ebenfalls zur Linken Wienzeile, und ist ebenfalls ruhig. Er ist voll eingerichtet mit einer elektrisch höhenverstellbaren Liege und allem Inventar das man zur Körperarbeit auf der Liege braucht.

Mehr Infos: https://www.gruene-masseurinnen.at/index.php/marktplatz/812-praxisraeume-zu-mieten-im-6-bezirk-gegenueber-u4-station-pilgramgasse 

Ab 8. Februar dürfen wieder alle körpernahen Dienstleistungen, also auch Massage, angeboten werden. Allerdings gibt es dafür strenge Auflagen für Anbieter*innen und Klient*innen/Kund*innen.


Klient*innen

Kund*innen/Klient*innen müssen ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis vorweisen, das (vom Zeitpunkt der Probenahme gerechnet) nicht älter als 48 Stunden sein darf (der Dienstleister ist verpflichtet, das zu überprüfen) und müssen eine FFP2-Maske tragen (es sei denn, das ist auf Grund der Eigenart der Dienstleistung nicht möglich - dann sind sonstige geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen) 

  • Selbsttests gelten nicht (weil „nicht kontrolliert werden kann, ob der Test korrekt durchgeführt wurde und wer den Test durchgeführt hat“).
  • Für Kinder bis 10 gilt das Testergebnis der Eltern bzw. eines oder einer Erziehungsberechtigten. Ab dem Alter von 10 Jahren brauchen Kinder ein eigenes Testergebnis.
  • Personen, die in den vergangenen sechs Monaten mit COVID-19 infiziert waren und mittlerweile genesen sind, sind von der Testpflicht ausgenommen (auch hier die Verpflichtung, dass dies nachgewiesen wird: ärztliche Bestätigung über eine abgelaufene Infektion oder Nachweis über neutralisierende Antikörper).
  • Bzgl. Personen, die geimpft wurden, gibt es (noch) keine Informationen.


Anbieter*innen

Anbieter*innen müssen weiterhin die schon bisher gültigen Hygienevorschriften einhalten, haben eine FFP2-Maskentragepflicht und müssen (voraussichtlich) einen wöchentlichen PCR- oder Antigentest machen.

  • Genaue (verlässliche) Informationen zur Testpflicht der Anbieter*innen lassen sich erst nach Veröffentlichung der Verordnung machen.
     

Quellen:
Website des Sozialministeriums
FAQ des Sozialministeriums
Information des Wirtschaftsministeriums 

Nicht nur in Österreich, auch in Belgien, regt sich Widerstand gegen die Schließung von Shiatsu-Praxen im Lockdown. Ähnlich wie in der österreichische Petition betonen auch die belgischen Initiator*innen die hohen Hygiene-Standards von Shiatsu-Praktiker*innen und die (mögliche) Unterstützung der Bevölkerung im Umgang mit den negativen Folgen der Lockdowns.

Der Text der Petition:

"Da Shiatsu als nicht-medizinischer Kontaktberuf gilt, mussten alle Shiatsu-Sitzungen seit dem 2. November ausgesetzt werden. Das bedeutet, dass niemand mehr von diesem wertvollen und essentiellen alternativen Ansatz profitieren konnte. Sind auch Sie von dem Mehrwert von Shiatsu überzeugt, gerade in diesen stressigen Zeiten? Dann unterschreiben Sie diese Petition!

Wir, der belgische Shiatsu-Verband und alle seine Mitglieder, Fachleute, Student*innen und Shiatsu-Klient*innen
stellen fest

  • dass Shiatsu für viele Menschen genauso essentiell ist wie die regelmäßige Pflege
  • dass das Verbot von Shiatsu die Bevölkerung eines nützlichen Werkzeugs im Kampf gegen die negativen Folgen der Pandemie beraubt (vgl. psychische Gesundheit und Immunität)
  • dass Shiatsu-Praktizierende strenge Hygieneregeln befolgen und ihre Behandlungen daher keine höheren Risiken darstellen als die anderer Gesundheitspraktiken
  • dass das Verbot von Shiatsu sowohl bei den Ausübenden als auch bei den Empfängern auf Unverständnis stößt

Wir fordern (deshalb)

  • die sofortige Wiederbelebung von Shiatsu als komplementäre Gesundheitspraxis. Shiatsu kann Teil der Lösung sein."

 

Auch in Deutschland gibt es seit 28. Jänner eine Online-Petition zur Öffnung der Shiatsu-Praxen.

Die Initiator*innen der Zen-Shiatsu-Schule in Berlin führen dazu aus: "Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, unseren Beitrag zu einer besseren Bewältigung dieser Krise zu leisten und fordern daher die Möglichkeit, Shiatsu auch während eines sogenannten Lockdowns anbieten zu dürfen. Mit dieser Petition wollen wir auf die Bedeutung von Shiatsu in Krisensituationen hinweisen."

In der heutigen (18.1.2021) Presseaussendung des ÖDS geht es um die Corona-bedingte Schließung der Shiatsu-Praxen. Hintergrund ist die Petition "Pro Shiatsu", die die Bedeutung von Körperarbeit in Zeiten von COVID-19 hervorheben möchte und in etwa zwei Tagen schon mehr als 10.000 Unterstützer gefunden hat. Die Petition wurde von Mike Mandl diese Woche ins Leben gerufen und wird vom Österreichischen Dachverband für Shiatsu (ÖDS) unterstützt

"Seit bereits mehr als 20 Jahren", so der Text der Presseaussendung, "ist Shiatsu in Österreich ein anerkannter gewerblicher Beruf im Dienste der Gesundheit. Heute gibt es rund 2.000 Shiatsu-Praktizierende, mehr als die Hälfte davon sind Mitglied beim ÖDS. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich ganz vorne, denn im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es hierzulande besonders viele Shiatsu-Praktiker*innen". "Während Shiatsu in Zeiten des Lockdowns in manchen Ländern, wie etwa Israel, eine Sonderstellung eingeräumt wurde, ist es in Österreich verboten Behandlungen anzubieten. Der große Zuspruch, den die Petition erfährt, zeigt uns, dass nicht nur Shiatsu-Praktiker*innen selbst davon überzeugt sind, dass ihre Arbeit, gerade auch während der Pandemie, wichtig ist. Daher unterstützen wir diese Initiative“, so Alexandra Gelny, Shiatsu-Praktikerin und Sprecherin des Österreichischen Dachverbands für Shiatsu (ÖDS).

"Das Ziel des Initiators", so die Aussendung, "sind mindestens 10.000 Unterschriften. Damit will Mandl nun an die Entscheidungsträger*innen im Bundesministerium für Gesundheit, allen voran Bundesminister Anschober, herantreten. Mandl betont, dass er nicht 'gegen, sondern für etwas sei'. In der Petition wird die gesellschaftliche Verantwortung von Shiatsu-Praktizierenden hervorgehoben, denn gerne würde man einen Beitrag zu einer besseren Bewältigung der Krise leisten. 'Wir alle sind von dieser Krise betroffen. Meistern können wir sie nur gemeinsam. Viele Berufe haben Kompetenzen, die sie einbringen könnten. Auch wir Shiatsu Praktiker*innen. Die Lockdown-Situation und auch die Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft erzeugen bei sehr vielen Menschen erhöhte Anspannung und intensiven Stress. Hier kann ein ganzheitliches System wie Shiatsu konkret Hilfe anbieten. Wir sehen es als unseren Beitrag und unsere gesellschaftliche Verpflichtung, diese Hilfe auch leisten zu können'."

Die Schließung sei nur schwer nachvollziehbar, denn "vergleichbare Berufsgruppen, wie beispielsweise Heilmasseur*innen, arbeiten unter denselben strengen Hygiene-Auflagen wie Shiatsu-Praktiker*innen, auch während des Lockdowns. Bis heute ist Mandl noch kein einziger Übertragungsfall aus dem Massage- oder Physiotherapie-Bereich bekannt. 'Während der Pandemie ist es nicht nur wichtig Krankheit zu vermeiden, sondern auch Gesundheit zu fördern', sagt Mandl. Mehr und mehr Menschen leiden unter Depressionen, die Folgen eines Mangels an Bewegung und Berührung machen sich bemerkbar. Dazu kommen Stress, Schlafstörungen und Ängste. Diese Entwicklung verfolgt man auch beim ÖDS, der bereits mehrfach mit Aussendungen auf die Folgen geschlossener Shiatsu-Praxen aufmerksam gemacht hat. 'Es gibt einige Länder, in denen komplementäre, die Gesundheit unterstützende Methoden auch während eines Lockdowns zugelassen sind', sagt Gelny. 'Shiatsu trägt zur Stärkung des Immunsystems und zur Abwehr von Krankheiten bei. Deshalb spricht sich der ÖDS für eine Öffnung unter den nötigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen aus', ergänzt die Shiatsu-Praktikerin und Sprecherin des ÖDS".